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Igoumenitsa und Halbinsel Lefkas

  • Wasserfall bei Nidri auf Lefkas
    Wasserfall bei Nidri auf Lefkas

Die Fähre legte Freitag morgen gegen 4:50h in Igoumenitsa an. Endlich in Griechenland angekommen,  legten  wir noch ein paar Kilometer zurück, in Richtung Lefkas.

Auf einem Parkplatz dann hielten wir, wo die ersten Fotos von Griechenland in der frühen Dämmerung des Tages entstanden.

Nach wenigen Stunden Schlaf wurden wir geweckt von den Aktivitäten vor der kleinen Bude eines Griechen, der 20 Jahre in Deutschland gelebt hatte und seit 22 Jahren seine kleine mobile Cafeteria mit heißen und kalten Getränken sowie Snacks betreibt. Kurzes Pläuschchen, Frühstück, weiter.

Als ich vor Wochen die grobe Route unseres Griechenland-Trips plante, dachte ich, Lefkas ist hauptsächlich wegen des Wasserfalls in der Nähe von Nidri für uns interessant und weil die Halbinsel zufällig auf der Strecke liegt .

Auf unserer Suche nach einem Stellplatz oder Campingplatz bekamen wir aber eindeutig mehr geboten. Das Navi führte uns über eine Nebenstrecke (der Begriff Straße wäre sogar für griechische Verhältnisse absolut unzutreffend) vorbei an verlassenen Dörfern, von denen nur noch Ruinen zeugten,  über Abschnitte voller Geröll, bewohnte Ansiedlungen hindurch, deren Häuser so dicht zusammen stehen, dass parkende Autos für uns umgesetzt wurden und schließlich heran an einen mehr als traumhaften Strand in einer malerischen Bucht. Noch nie in den Jahren als Wohnmobilreisender zuvor, war ich so skeptisch, ob ich das Fahrzeug jemals wieder über die steilen Schotterabschnitte zurück manövrieren könnte.

Später nach einem ausgiebigen Bad bei kühlen Getränken und warmer Dusche schafften wir es dann doch nach Kariotes zum Campingplatz Kariotes Beach, einer halbwegs gepflegten Anlage mit Pool und Platz für uns unter schattigen Bäumen.

Nach den vielen Kilometern nutzten wir die Gelegenheit zum Entspannen und Faulenzen. Erstmalig fanden wir ein schwaches aber immerhin teilweise verfügbares WLAN auf dem Platz vor, sodass ich einige der bisher geschossenen Fotos auf diesen Blog hoch laden konnte.

Sonntag ging es dann mit vollen Tanks und entleertem Klo weiter zum Wasserfall von Nidri. Wer mit einem größeren Fahrzeug unterwegs ist, sollte im Ort parken und die 4 Kilometer zum Wasserfall per pedes zurück legen. Mit dem Pkw kommt man bis an die absolut coole Bar ‘Platanos’, wo zu Calypso-Klängen oder auch Rock-Klassikern Kaltes und Warmes serviert wird. Hier genoss ich im späteren Anschluss an  unsere Rückkehr vom Wasserfall mein erstes kühles Mythos, ein süffiges, durchaus gut schmeckendes helles Bier. Nach dem Marsch in der Sonne bis hinauf zum Wasserfall hatten wir uns die kalten Getränke aber auch verdient. Gabi hatte sich bereits zuvor in Frappé, einen aufgeschäumten Instant-Kaffee mit Eiswürfeln und Zucker, verliebt. Der Wasserfall selbst ist nicht wirklich spektakulär, lädt aber die Wanderer zu einem ebenfalls sehr erfrischenden Bad ein.