Sicherheit

Sicher unterwegs mit dem Wohnmobil

Gutes und Böses trifft man überall auf der Welt. Daher sollte man ein paar wenige Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Hier seien nur einige wenige aus meiner persönlichen Erfahrung genannt:

Es gibt typische ‘Urlaubs-Transit-Strecken’. Durch Zufall bin ich einmal auf jene Autobahn geraten, die deutsche Urlauber auf dem Weg durch Frankreich nach Spanien bevorzugt nutzen. Eines nachts parkte ich das Wohnmobil auf einem Autobahnrastplatz (ohnehin keine gute Idee). Normalerweise eine recht sichere Angelegenheit, wenn man zwischen den LKW steht. Dennoch versuchte ein Autoknacker über die Beifahrertür ins Fahrzeug zu kommen. Er hatte bereits einen erheblichen Schaden am Türgriff verursacht, bis ich aufwachte und ihn zu stellen versuchte. Allerdings wartete das Fluchtauto mit laufendem Motor etwa 200 Meter weiter und barfuß läuft es sich nicht besonders gut :)

Dazu folgende Infos:
Der Fiat Ducato wird üblicherweise geknackt, indem jeweils ein Schraubenzieher oberhalb und einer unterhalb des Schlosses durch das Blech gestochen wird. Hebeln die Einbrecher dann an den Schraubenziehern, verursachen sie einen Zug auf die Drahtzüge des Schließmechanismus.
Der Mercedes Sprinter (mein damaliges Fahrzeug) ist anders konstruiert, daher funktioniert das hier nicht (unser Glück damals).
Um das Fahrzeug gegen Einbruch über die Führerhauskabine zu schützen, spanne ich seit dem Spanngurte innen von Türgriff zu Türgriff und verlasse das WoMo über die hintere Tür.

Gefährlich sind Überfälle auf der Strecke, da die Täter bewusst eine gewalttätige Konfrontation in Kauf nehmen. Einer der Tricks ist, die Reisenden zu überholen und durch Gestikulieren zum Anhalten zu bringen. Oft wird so getan, als hätte das Wohnmobil (oder der Wohnwagen) einen Platten oder anderen technischen Defekt. Sobald es zum Stillstand kommt werden die Urlauber direkt körperlich bedroht und ausgeraubt. Daher:
Niemals anhalten, wenn man aus überholenden Fahrzeugen dazu angehalten wird, aber kein Verdacht auf ein tatsächliches Problem vorliegt (Kontrollblick in die Außenspiegel). Stattdessen nicht langsamer werden, weiter fahren, evtl. durch Zeichen deutlich machen, dass man nicht anhalten wird. Später einen gut besuchten Rastplatz ansteuern um das Fahrzeug auf ein Problem zu inspizieren.

Wohnmobilisten sind oft gleichzeitig Individualisten und campen gerne an schönen Plätzen, nicht selten auch da, wo es nicht erlaubt ist. Auch ich mache Halt auf der Durchreise, um Pausen einzulegen oder auch um zu übernachten. Manchmal bleibe ich auch ein paar Stündchen stehen, um die Landschaft zu erkunden. Campen, Müll wild entsorgen etc. geht aber gar nicht. Ist das Abstellen von Wohnmobilen verboten, halte ich mich daran.
Urlaub macht man grundsätzlich da, wo es erwünscht bzw. erlaubt ist. Wir sind Gäste in einem anderen Land und sollten uns so verhalten, wie wir es auch von unseren Gästen erwarten. Zum Thema Sicherheit sei aber gesagt:
An entlegenen Stellplätzen gibt es absolut keinen Schutz gegen Überfall oder Einbruch/Diebstahl in Abwesenheit. Dort, wo sich mehrere Camper aufhalten, ist die Gefahr des Entdeckt-Werdens für Diebe deutlich größer, womit die Wahrscheinlichkeit, ausgeraubt zu werden, sinkt.

Häufig hört man von der Methode, dass Einbrecher Betäubungs-Gas (KO-Gs) über (Lüftungs-)Öffnungen in das Fahrzeug leiten und warten, bis alle Insassen eingeschlafen sind, um dann alle Wertsachen auszuräumen.
Viele (selbsternannte) Experten bestreiten diese Möglichkeit, genau so viele Leute glauben daran oder behaupten sogar, selbst betroffen zu sein. Ich persönlicher halte es für wahrscheinlicher, dass in den meisten Fällen zuvor KO-Tropfen verabreicht wurden.
Gutgläubigkeit gegenüber Fremden ist immer ein Risiko.
Eines ist aber sicher: In einem Wohnmobil wird Gas zum Heizen und Betreiben des Kühlschranks sowie der Kochstelle benutzt.
Wer Angst vor einer Gas- oder Rauchvergiftung hat, sollte sich für einen ruhigeren Schlaf entsprechende Warnmelder kaufen.

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